Acrylfarbe auf Leinwand
79 x 60 cm
In meinem Werk entfaltet sich eine melancholische Erzählung. Das Bild zeigt eine Frau, die eine Puppe in der Hand hält – ein Abbild ihrer selbst, mechanisch und leblos. Die monochrome Darstellung von Frau und Puppe erzeugt eine surreale Verfremdung, die den Betrachter in einen Zustand der Irritation versetzt. Ihr starrer, trauriger Blick und ihre übertriebene Schminke lassen sie wie eine Marionette ihrer eigenen Emotionen erscheinen. Sie wird zur Metapher für die Leere des modernen Daseins, in dem das Äußere die Kontrolle über den inneren Zustand zu übernehmen scheint.
Im Kontrast dazu steht das florale Motiv: Ein üppiges Blumenhaar in lebendigen Farben, das für Vitalität und Perfektion steht. Schmetterlinge fliegen in paradiesischen Bahnen, fernab der erstarrten Welt der Frau. Diese Naturdarstellung wirft die Frage auf, warum der Mensch im Vergleich zur Natur so fragil und unfertig erscheint. Warum gelingt es der Natur so mühelos, in sich selbst vollkommen zu sein, während der Mensch in seiner inneren Leere verharrt, gefangen in einer künstlichen Inszenierung? Das Bild lädt dazu ein, über die Entfremdung des Individuums und die Kluft zwischen äußeren Erwartungen und innerem Chaos nachzudenken.
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