Acrylfarbe auf Leinwand,
79 x 60 cm
Das Werk zeigt eine Frau, die mit einer Mischung aus Zweifel und Widerstand einen BH in der Hand hält und sich fragt, warum Frauen eigentlich diesen Kleidungsstück tragen müssen. Die Frage nach dem Ursprung dieser Norm wird aufgeworfen: Wer hat entschieden, dass der Körper der Frau Unterstützung durch ein Kleidungsstück braucht? Es wird der gesellschaftliche Druck thematisiert, der Frauen dazu bringt, ihren Körper bestimmten Erwartungen und ästhetischen Vorstellungen zu unterwerfen.
Oft wird gesagt, dass Kleidung ohne BH als unangemessen oder aufreizend wahrgenommen wird, oder dass der Busen ohne Unterstützung im Alter „hängt“. Doch die Frau im Bild verweist auf die Widersprüche dieser Normen: Männer tragen ebenfalls Brustwarzen, ohne dass dies zu Problemen führt, und dennoch sind die Erwartungen an Frauen anders. Für sie ist der BH ein Symbol für Eingrenzung, für das Gefühl, in einem Käfig gefangen zu sein.
Philosophisch betrachtet hinterfragt das Werk die sozialen Konstruktionen und Körpernormen, die uns auferlegt werden. Es wirft die Frage auf, warum wir uns durch äußere Vorstellungen definieren lassen und ob wahre Freiheit nicht darin bestehen könnte, sich von diesen Zwängen zu befreien – den eigenen Körper ohne gesellschaftliche Erwartungen zu akzeptieren und zu leben.
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