Acrylfarbe auf Leinwand,
115 x 79cm
Das Werk zeigt einen scheinbar harmlosen Spielhund – er kann bellen, trinken, Pipi machen. Ein Kinderspielzeug, hergestellt in China, zum Preis von nur 2,60 €. Doch hinter dieser banalen Oberfläche verbirgt sich eine tiefere, erschütternde Wahrheit: Die Frage nach dem wahren Preis.
Das Bild thematisiert die verborgene Realität globaler Ausbeutung – von Kindern für Kinder. Während einige Kinder in Wohlstand mit solchen Spielzeugen spielen, leiden andere unter unmenschlichen Bedingungen, um sie herzustellen. Der niedrige Preis wird erkauft durch moderne Sklaverei, durch Kinder- und Zwangsarbeit, durch die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen. Nicht nur menschliches Leid, auch die Natur selbst wird ausgebeutet – verseuchte Böden, vergiftetes Wasser, zerstörte Lebensräume sind der unsichtbare Teil dieses Handels.
Besonders eindrücklich: Das Schild mit der Aufschrift Help am Schwanz des Spielhundes – ein stiller Hilferuf, ein Symbol für jene Stimmen, die in den Produkten verborgen bleiben. Es verweist auf reale Fälle, in denen Uiguren heimlich Botschaften in Exportwaren schmuggelten, um auf ihr elendes Schicksal aufmerksam zu machen.
Philosophisch gesehen wirft das Werk die Frage auf, wie blind unser Konsum geworden ist – und wie weit wir bereit sind, ethische Verantwortung gegen Bequemlichkeit einzutauschen. Es konfrontiert uns mit der Zerreißprobe zwischen kindlicher Unschuld und systemischer Ungerechtigkeit.
Der Spielhund wird so zur Allegorie eines globalen Systems, das durch seine Harmlosigkeit täuscht – und uns gleichzeitig auffordert, genauer hinzusehen. Was ist der wahre Wert eines Produkts, wenn der Preis in Leid, Stille und Umweltzerstörung gezahlt wird?
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